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Alles beginnt mit Verbindung…

“Die wichtigste Beziehung unseres Lebens ist nicht die zu einem anderen Menschen.

Es ist die Beziehung zu uns selbst.”


Wir Menschen sehnen uns nach Liebe.

Nach einem Menschen, der uns versteht.

Der uns sieht. Der bleibt.

Der uns das Gefühl gibt, angekommen zu sein.


Vielleicht verbringen wir deshalb einen grossen Teil unseres Lebens damit, nach der richtigen Beziehung zu suchen. Wir lesen Bücher über Partnerschaften, analysieren Nachrichten, hinterfragen unser Verhalten oder das unseres Gegenübers.

Wir wünschen uns Harmonie, Sicherheit und das Gefühl, endlich vollständig zu sein.

Doch je länger ich Menschen begleiten darf – und je bewusster ich auch mein eigenes Leben betrachte –, desto mehr wächst in mir eine andere Überzeugung…


Vielleicht suchen wir gar nicht in erster Linie nach Liebe. Vielleicht suchen wir nach Verbindung.


Nicht nur zu einem anderen Menschen, sondern zu uns selbst.

Denn vom ersten bis zum letzten Atemzug begleitet uns nur ein Mensch durch jeden einzelnen Moment unseres Lebens.

Wir selbst.

Und trotzdem ist genau diese Beziehung oft jene, der wir am wenigsten Aufmerksamkeit schenken.


Verbindung – unser eigentliches Grundbedürfnis


Wir kommen nicht als fertige Persönlichkeiten auf diese Welt.

Ein Neugeborenes braucht Beziehung, um zu überleben. Unser Gehirn, unser Nervensystem und unser gesamtes Erleben entwickeln sich in Verbindung mit anderen Menschen.

Schon früh sucht unser Inneres Antworten auf Fragen wie:

Bin ich sicher? Bin ich willkommen?

Darf ich so sein, wie ich bin?

Bin ich liebenswert?

Diese Antworten werden nicht nur erinnert.

Sie werden erlebt.

Sie prägen unser Nervensystem, unser Unterbewusstsein und unsere Sicht auf die Welt.


Vielleicht reagieren wir deshalb manchmal viel stärker, als wir selbst verstehen.

Nicht weil mit uns etwas nicht stimmt.

Sondern weil das Heute manchmal etwas berührt, das viel älter ist.


Beziehung ist nicht gleich Verbindung


Wir können jahrelang in einer Beziehung leben und uns trotzdem einsam fühlen.

Und wir können einem Menschen erst seit kurzer Zeit begegnet sein und uns tief verbunden fühlen.

Denn Beziehung beschreibt zunächst, dass zwei Menschen miteinander in Kontakt stehen.

Aber Verbindung entsteht dort, wo Echtheit möglich wird.

Wo wir uns zeigen dürfen. Wo wir keine Rolle spielen müssen. Vor allem aber entsteht Verbindung dort, wo wir uns selbst nicht verlassen.

Denn jedes Mal, wenn wir unsere Wahrheit verschweigen, unsere Grenzen übergehen oder unsere Bedürfnisse klein machen, verlieren wir nicht zuerst die Verbindung zum anderen.

Wir verlieren sie zu uns selbst.


„Liebe ist bedingungslos - Beziehung ist es nicht.“


Dieser Satz begleitet mich schon lange.

Vielleicht gerade deshalb, weil ich ihn nicht nur aus meiner Arbeit kenne.

Sondern auch aus meinem eigenen Leben.

Ich glaube, Liebe bewertet den Wert eines Menschen nicht.

Sie fragt nicht:

“Hast du es verdient?”

Liebe ist einfach da und sieht den Menschen.

Mit seiner Geschichte. Mit seinen Wunden.

Mit seinen Stärken und trotzdem brauchen Beziehungen Bedingungen.

Nicht weil Liebe daran scheitert.

Sondern weil zwei Menschen nur dann gemeinsam wachsen können, wenn ihre Beziehung einen sicheren Rahmen hat.

Respekt.

Vertrauen.

Ehrlichkeit.

Verantwortung.

Grenzen.

Gegenseitigkeit.


Vielleicht verwechseln wir genau hier oft zwei Dinge. Bedingungslose Liebe bedeutet nicht grenzenlose Beziehung.

Ich kann einen Menschen lieben…

…und trotzdem Nein sagen.

…und trotzdem eine Grenze setzen.

…und manchmal sogar loslassen.

Nicht weil die Liebe endet.

Sondern weil Selbstachtung ebenfalls ein Ausdruck von Liebe ist.


Was Kinder mich über Liebe gelehrt haben


Als Mutter durfte ich diese Wahrheit jeden Tag neu erleben.

Ich liebe meine Kinder bedingungslos.

Nicht, weil sie perfekt sind.

Nicht, weil sie immer alles richtig machen.

Sondern weil sie meine Kinder sind.

Unsere Beziehung braucht selbstverständlich Regeln.

Ich bin ihre Mutter.

Nicht ihre beste Freundin.

Ich trage Verantwortung.

Doch ihre Gefühle waren für mich nie kleiner als meine. Ihre Gedanken waren nicht weniger wertvoll, nur weil sie jünger waren.

Auf Augenhöhe bedeutet für mich nicht, dass jeder dieselbe Verantwortung trägt.

Auf Augenhöhe bedeutet, dass jeder Mensch denselben Wert besitzt.

Vielleicht triggert mich deshalb bis heute ein Satz aus meiner eigenen Kindheit.

“Sei still, du bist ein Kind und hast keine Ahnung wenn die Grossen sprechen.”

Ich weiss, dass unsere Eltern nach bestem Wissen gehandelt haben und dennoch wünsche ich mir heute eine andere Form von Beziehung.

Eine Beziehung, in der Führung und Verbindung gleichzeitig möglich sind.

Kinder brauchen Orientierung.

Aber ebenso brauchen sie das Gefühl, gesehen und ernst genommen zu werden.

Nicht weil sie Erwachsene sind.

Sondern weil sie Menschen sind.


Das innere Kind – oder besser gesagt: unsere verletzten Anteile


In meiner Arbeit begegne ich immer wieder Menschen, die sich fragen, weshalb sie in bestimmten Situationen so stark reagieren.

Oft geht es dabei gar nicht um das Heute.

Sondern um einen Anteil in uns, der schon viel länger auf Verständnis wartet.

Viele nennen ihn das innere Kind.

Ich begegne ihm mit grossem Respekt.

In der Hypnose darf dieser verletzte Anteil dem erwachsenen Ich begegnen.

Nicht, um die Vergangenheit ungeschehen zu machen, sondern um eine neue Erfahrung zu ermöglichen.

Der erwachsene Anteil schenkt seinem jüngeren Ich Schutz. Mitgefühl. Verständnis.

Liebe!

Immer wieder erlebe ich dabei etwas zutiefst Berührendes.

Nicht, weil Erinnerungen verschwinden.

Sondern weil das Unterbewusstsein erfährt:

“Heute bin ich nicht mehr allein.”

Und genau dort beginnt Heilung in der Verbindung.


Von Co-Abhängigkeit zu Co-Regulation


Lange Zeit waren Beziehungen vor allem von Abhängigkeit geprägt.

Man brauchte einander zum Überleben.

Anpassung bedeutete Sicherheit.

Aufopferung galt als Liebe.


Viele dieser Muster tragen wir bis heute in uns.

Doch ich glaube, dass Beziehung sich weiterhin weiterentwickeln darf. Hin zu Co-Regulation.

Zwei Menschen dürfen sich gegenseitig Halt schenken. Sich beruhigen. Sich auffangen.

Aber keiner trägt dauerhaft die Verantwortung für das Nervensystem des anderen.

Beide übernehmen Verantwortung für sich selbst und gerade deshalb wird echte Nähe möglich. Nicht aus Mangel, sondern aus innerem Frieden mit Freiheit.


Das VerbindungsWerk


Genau aus dieser Überzeugung ist mein VerbindungsWerk entstanden.

Nicht als Methode. Nicht als Therapieform.

Nicht als Arbeitsbuch, sondern als Lebensphilosophie.

Eine Einladung, den Menschen wieder als Ganzes zu betrachten. Nicht getrennt, sondern verbunden mit Körper, Geist und Seele.

Oder anders ausgedrückt: Hirn und Herz kohärent verbunden.

Der Verstand hilft uns zu verstehen.

Das Herz erinnert uns daran, was wir fühlen.

Keines von beiden sollte über das andere herrschen. Die Waagschale des Gleichgewichts machts aus. Erst wenn beide einander auf Augenhöhe begegnen, entsteht innere Balance und genau dort beginnt Verbindung.


Warum ich das VerbindungsWerk-Workbook geschrieben habe


Mit der Zeit entstand in mir der Wunsch, diese Gedanken nicht nur in meinen Begleitungen weiterzugeben.

Ich wollte etwas schaffen, das Menschen auch zwischen unseren Begegnungen begleiten kann.

So entstand das VerbindungsWerk-Workbook.

Nicht als Ratgeber, der vorgibt, wie Leben funktioniert, sondern als Begleiter.

Ein Begleiter, der Wissen über Körper, Gehirn, Nerven-/Energiesystem und Bewusstsein mit einfachen Übungen verbindet.

Ein Workbook, das dazu einlädt, immer wieder innezuhalten, sich selbst besser kennenzulernen und die Verbindung zu sich selbst Schritt für Schritt zu stärken.

Es kann unabhängig erworben werden oder begleitet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer meiner VerbindungsWerk-Abende als persönliches Arbeits- und Impulsbuch.

Denn ich bin überzeugt:

Veränderung beginnt selten durch noch mehr Wissen. Sie beginnt in dem Moment, in dem Wissen zu einer eigenen Erfahrung werden darf.


Alles beginnt mit Verbindung


Ich schreibe diesen Text nicht nur als Hypnosetherapeutin. Ich schreibe ihn als Mutter, als Frau aber vorallem als Mensch.

Ich kenne die Sehnsucht nach Verbindung.

Ich kenne den Dialog zwischen Herz und Verstand. Ich kenne das Hoffen. Das Zweifeln.

Das Loslassen.

Und ich weiss, wie heilsam es sein kann, sich selbst wieder näherzukommen.

Vielleicht ist genau das der Sinn unseres Lebens. Nicht perfekt zu werden.

Nicht niemals mehr verletzt zu sein.

Sondern immer wieder den Weg zurück zu uns selbst zu finden.

Denn die längste Beziehung unseres Lebens führen wir nicht mit einem Partner.

Nicht mit unseren Eltern.

Nicht mit unseren Kindern.

Sondern mit uns selbst.

Und vielleicht entsteht aus genau dieser Verbindung die grösste Freiheit überhaupt.

Einen anderen Menschen von ganzem Herzen lieben zu können…

ohne sich dabei selbst zu verlieren.


Denn alles beginnt mit Verbindung. 🫶

 
 
 

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