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Die stille Kunst, sich selbst wiederzufinden…

«Es tat so gut, mich wieder selbst getroffen zu haben.» ✨


Die stille Kunst, sich selbst wiederzufinden.


Vielleicht ist die wichtigste Frage im Leben nicht, wovon du träumst.

Vielleicht ist die wichtigere Frage, wie du deinen Alltag verbringst.

Denn Träume erzählen von Möglichkeiten. Sie zeigen uns, wonach wir uns sehnen, was uns wichtig ist und welche Version von uns selbst wir gerne leben würden.

Unser Alltag hingegen erzählt eine andere Geschichte.

Er zeigt uns, wofür wir tatsächlich Zeit finden. Wofür wir unsere Energie einsetzen. Welche Gedanken wir täglich denken. Welche Entscheidungen wir treffen. Welche Kompromisse wir eingehen und manchmal auch, wo wir uns selbst unterwegs ein Stück verloren haben.

Nicht aus bösem Willen. Nicht weil wir versagt hätten. Sondern weil das Leben geschieht…


Wir übernehmen Verantwortung. Werden Eltern. Kümmern uns um Angehörige. Arbeiten. Organisieren. Funktionieren. Bewältigen Krisen. Tragen Verluste. Versuchen, allem gerecht zu werden und oft machen wir das sogar erstaunlich gut.

So gut, dass niemand bemerkt, wie viel Kraft es kostet. Manchmal bemerken wir es nicht einmal selbst.

Bis irgendwann dieser leise Moment kommt, in dem wir spüren, dass zwar vieles läuft – aber etwas Wesentliches fehlt.

Nicht unbedingt Erfolg, auch nicht Glück.

Sondern Lebendigkeit.

Diese besondere Art von Lebendigkeit, die sich nicht in Leistung messen lässt. Die sich zeigt, wenn wir lachen und es bis in den Bauch spüren. Wenn wir staunen. Wenn wir kreativ werden. Wenn wir etwas tun, nur weil es uns Freude macht. Wenn wir uns mit uns selbst verbunden fühlen.


Vor einiger Zeit begleitete ich einen Klienten in einer Hypnosesitzung.

Von aussen betrachtet schien sein Leben völlig in Ordnung zu sein. Er hatte Arbeit, Erfolg, Verpflichtungen, Ziele und einen strukturierten Alltag mit integrierter Freizeit.

Dennoch sagte er einen Satz, der mich berührt:


«Eigentlich weiss ich gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal echte Freude gespürt habe.»


Es war kein dramatischer Satz. Keine grosse Krise. Keine Katastrophe.

Und gerade deshalb für mich so bedeutsam.

Denn viele Menschen leiden nicht daran, dass ihr Leben zusammenbricht.

Sie leiden daran, dass sie sich selbst irgendwo zwischen Verantwortung, Erwartungen und Funktionieren aus den Augen verloren haben.


Während der Hypnose begegnete dieser Mann einem jüngeren Anteil von sich selbst. Einem Teil, der neugierig war. Verspielt. Kreativ. Mutig. Einem Teil, der nicht ständig darüber nachdenken musste, was als Nächstes erledigt werden sollte. Einem Teil, der einfach lebte.

Als die Sitzung zu Ende war, sass er einen Moment still da. Seine Augen wurden feucht, gleichzeitig begann er zu lächeln.

Dann blickte er mich an und sagte mit strahlenden, wässrigen Augen:


«Es tat so gut, mich wieder selbst getroffen zu haben.»


Dieser Satz begleitet mich bis heute.

Denn manchmal suchen wir im Aussen nach Antworten, nach Lösungen oder nach dem nächsten Schritt.

Dabei ist das Wertvollste, was wir finden können, oft kein neuer Weg.

Sondern die Verbindung zu uns selbst.


Eine andere Klientin kam nach belastenden Erfahrungen und den Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung zu mir.

Über lange Zeit hatte ihr Nervensystem vor allem eines gelernt: zu überleben.

Wachsam zu sein. Gefahren zu erkennen. Sich zu schützen.

Für viele Betroffene wird dieser Zustand irgendwann so normal, dass sie vergessen, wie sich innere Ruhe anfühlt. Wie sich Sicherheit anfühlt. Wie sich Leichtigkeit anfühlt.

Während unserer gemeinsamen Arbeit ging es nie darum, etwas wegzumachen.

Trauma verschwindet nicht, weil man es ignoriert oder wegmacht…

Es ging vielmehr darum, ihre eigenen Ressourcen wieder zugänglich zu machen. Die Fähigkeiten, die bereits in ihr vorhanden waren. Die Kraft, die unter den Schutzmechanismen verborgen lag. Die Verbindung zu den gesunden Anteilen in ihr.

Heute, über sechs Monate nach Abschluss ihrer Begleitung, berichtet sie noch immer von mehr Lebensfreude, mehr innerer Ruhe und mehr Leichtigkeit und von etwas, das mich besonders berührt hat.

Sie sagte, dass die Farben des Lebens wieder zurückgekehrt seien.

Was für ein wunderschönes Bild.


Denn manchmal ist Heilung nicht laut.

Manchmal bedeutet Heilung nicht, dass alles perfekt wird.

Manchmal bedeutet Heilung einfach, dass die Welt wieder etwas bunter erscheint. Dass wieder Platz entsteht für Freude. Für Vertrauen. Für Neugier. Für Leben.


Viele meiner Klientinnen und Klienten bedanken sich bei mir für ihre Entwicklung.

Und jedes Mal empfinde ich dabei vor allem eines: Demut!

Natürlich freue ich mich über jede Rückmeldung. Über jede Träne und Lächeln. Über jeden Menschen, der wieder mehr bei sich selbst ankommt.

Doch ich bin überzeugt, dass die eigentliche Veränderung nicht durch mich geschieht.

Ich halte den Raum. Ich begleite. Ich höre zu.

Ich schaffe einen Rahmen aus Sicherheit, Wertschätzung und Verbundenheit…

Doch die Schritte geht jeder Mensch selbst.

Die Erkenntnisse entstehen im Inneren.

Die Ressourcen werden im Inneren entdeckt.

Die Veränderung entsteht aus der eigenen Schöpferkraft.

Vielleicht liegt genau darin etwas zutiefst Hoffnungsvolles.

Denn wenn die Kraft zur Veränderung in uns liegt, müssen wir nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten. Nicht auf die perfekte Beziehung. Nicht auf die perfekten Umstände. Nicht darauf, dass das Leben endlich einfacher wird.

Vielleicht dürfen wir stattdessen beginnen, uns selbst wieder zuzuhören. Uns selbst wieder zu begegnen. Uns selbst wieder ernst zu nehmen.


Vielleicht ist die stille Kunst, sich selbst wiederzufinden, gar keine Suche nach etwas Neuem.

Vielleicht ist sie vielmehr eine Erinnerung.

Eine Erinnerung an den Menschen, der wir unter all den Rollen, Aufgaben und Schutzstrategien schon immer gewesen sind.

Denn manchmal müssen wir uns nicht neu erfinden. Manchmal dürfen wir einfach wieder nach Hause kommen.

Zu uns selbst.


Und vielleicht dürfen wir uns von Zeit zu Zeit genau diese Frage stellen:


Wann habe ich mich das letzte Mal selbst getroffen?


Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich bereits auf den nächsten VerbindungsWerk-Abend am 17. Juni.

Dieser dient als „Schnupper-Einstieg“ für das echte erleben einer hypnotischen Trance, in einer geführten Gruppen Hypno-Meditation.


Immer wieder staune ich darüber, was geschieht, wenn Menschen sich erlauben, für einen Moment aus dem Funktionieren auszusteigen und ihre Aufmerksamkeit nach innen zu richten.

Viele Teilnehmerinnen kommen mit einer gewissen Neugier – und oft auch mit Unsicherheit.

Nicht wenige sagen nach ihrer ersten Hypnose Erfahrung:

«So habe ich mir das überhaupt nicht vorgestellt.»

Denn Hypnose hat oft wenig mit den Bildern zu tun, die wir aus Filmen oder Bühnenshows kennen.

Vielmehr wird sie als ein Zustand tiefer Ruhe, innerer Klarheit und Verbundenheit erlebt.

Ein Zustand, in dem plötzlich wieder Raum entsteht. Für sich selbst. Für die eigenen Ressourcen. Für neue Perspektiven.


Besonders schön finde ich die Rückmeldungen von Teilnehmerinnen, die mir noch Tage später schreiben, wie wohltuend und nachhaltig die Erfahrung für sie war.

Nicht weil sie jemand verändert hätte.

Sondern weil sie sich selbst wieder ein Stück näher gekommen sind.

Vielleicht ist genau das der Anfang der stillen Kunst, sich selbst wiederzufinden.


Wenn du das Gefühl hast, den Kontakt zu dir selbst ein Stück weit verloren zu haben, begleite ich dich gerne dabei, die Verbindung zu deinen eigenen Ressourcen wiederzuentdecken.


Ich freue mich über deine Kontaktaufnahme 🫶

 
 
 

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